Training in Windhoek mal anders

Jeden Mittwoch fahre ich mit 3-4 Kindern nach Windhoek zum Training. Jasper, mein College war diesmal auch dabei, weil er ein Rudermeeting hatte. 

Doch spontaner weise wurde dann das Training 5 Minuten vor Beginn abgesagt, da alle krank sind. Doch wir waren natürlich schon die 90km aus Rehoboth hergefahren. Also was tun um die Zeit zu überbrücken bis Jasper mit seinem Meeting durch ist?!

PIZZA ESSEN! 🙂 

Ich bin dann mit den Kids zur Grove Maal gefahren und wir haben uns alle die beste Pizza in Windhoek geteilt.

Sport

Diese Woche habe ich versucht mit der lower primary (1.-3. Klasse) 10er fangen/ 10er Ball zu spielen. Ich denke fast jeder kennt das Spiel in Deutschland. Um es kurz zu erklären: man macht zwei Teams. In dem Team muss der Ball 10mal hin und her gepasst werden, ohne dass er auf den Boden fällt oder dass das andere Team den Ball abfängt. Generell ist bei dem Spiel eigentlich nicht so viel Körperkontakt gefragt. 

Die Kids von meiner Schule haben dieses Spiel zum erstem Mal gespielt und es sahe eher aus wie Rugby….was hier eine geläufige Sportart ist. 

Hier noch einige andere Eindrücke von meinem Sportunterricht: 

Happy nach dem Sportunterricht:

Schultrip nach Kapstadt

Ende April haben dann auch schon die Schulferien begonnen und die St. Josephs primary school hat mit ein paar Schülern der 6. und 7. Klasse einen 10 tägigen Schulausflug nach Kapstadt gemacht. Ich hatte das Glück, dort auch mit zu fahren. 

Nach einer 26 stündigen Busfahrt mit einer problemlosen Grenzüberquerung gegen 1Uhr nachts kamen wir endlich bei Sonnenschein an. 

Nachdem der Bus ausgeräumt und wieder sauber gemacht war, wurde sofort der Pool direkt vor dem Haus genutzt. 

Wir haben auf einem Farmjard geschlafen, wo sich die Jungs ein großes Zimmer, die Mädels ein großes Zimmer und die Lehrer ein großes Zimmer mit Stockbetten geteilt haben. Ein Cateringservice hat morgens und abend immer ausgezeichnetes Essen gezaubert……sowas gutes gab es bei uns auf Klassenfahrten nie. Mittags waren wir immer unterwegs, wodurch bei verschiedenen Fastfood Ketten Essen für alle gekauft wurde. Ich habe das Gefühl dass ich auf der Fahrt mindestesn 10kg schwerer geworden bin und irgendwie habe ich auch keine Lust mehr auf Mc Donalds, KFC oder Burgerking. 

Jeder hat ein T-shirt und eine Regenjacke mit dem Schullogo bekommen ( gesponsort von auas motors).

1. Tag: Coolrunnings (Sommerrodelbahn) und Kaufhaus

2. Tag: Vergnügungspark

3. Tag: Afrikaans Monument, Bootstour, Riesenrad und Aquarium

4. Tag: Vogel- und Schlangenpark und anschließendem Shoppen auf einem Freiluft Markt(alles sehr billig)

5.Tag: Shoppen in Chinashops, Monkey Park, Schlittschuhlaufen und Geburtstagskuchen Essen (beim Essen müssen sie gefühlt immer übertreiben. Wir konnten 3 Tage davon essen.)


Ich musste mit jedem Kind mindestens ein Runde drehen, weil fast keiner das davor jemals probiert hatte. Die anderen Lehrer haben sich garnicht erst auf das Eis getraut. 

6. Tag: coca cola Fabrik Besichtigung mit anschließendem Casino für Kids Besuch

Wenn du nichts von den Kindern hören und sehen willst, dann gib ihnen Geld und schick sie in ein Casion für Kids, wo sie mit kleinen Spielen nutzlose Gewinne erziehlen können. Die Kinder waren begeistert und wir Lehrer konnten in ruhe Shoppen gehen. 


Und am 7. Tag hieß es schonwieder abschied nehmen von Südafrika und auf nach hause. Leider sind wir nicht auf den Tafelberg gefahren, weil dafür das Wetter dann zu schlecht war. Wir hatten nur die ersten beiden Tage richtig gutes Wetter, dann war nur noch Regen und sehr viel Wind. 

Ich habe die Tour sehr genossen und bin froh, dass ich die Chance bekommen habe. Außerdem hat sich mein Afrikaans sehr verbessert, weil ich 24/7 nur diese Sprache gehört habe. Die Lehrer und Kids hatten es sich sogar angewöhnt michaif Afrikaans anzusprechen. 

Nach der Schulfahrt habe ich noch zwei Wochen auf der Otjere Farm verbracht, beim Kinderreitercamp und allgemein bei allem rund ums Pferd geholfen. Seit dem 29.5. ist wieder Schule und ich zurück in meinem Alltag. Das waren wohl die letzten langen Ferien die ich hatte. 

Meine Abreise rückt leider immer näher….. 

African champion chips

Dieses Ostern war für mich etwas anders als sonst immer….keine Ostereier suchen und keine Familie um mich. Stattdessen habe ich für die senior Ladys von Namibia Kanupolo gegen Teams aus Südafrika und Namibia gespielt. 

Das Wochenende davor stand allerdings noch ein Trainingslager und Teambuilding am Damm für uns Ladys mit Hannes (Trainer aus Deutschland) auf dem Plan.

Danach muasten wir noch die Boote neu bekleben.


Am Freitag früh, bevor die anderen Teams aus Südafrika und Deutschland angereist sind, haben wir das Schwimmbad aufgebaut und geschmückt…..

…..guddi Backs gepackt

In diesen Taschen war für jeden ein T-shirt und eine cappie vom Sponsor Aquasplash, Biltong (Trockenfleisch) und eine Flasche Wasser. 

Wir Frauen haben gegen zwei Damenteams aus Südafrika, ein u16 Südafrika und u16 Namibia Team gespielt. Bei den Herren gabe es die Unterteilung zwischen u21 und senior Herren. Für Namibia Herren und Damen ging es um den Einzug zur Weltmeisterschaft in Kanada 2018. Die Namibia Herren und u21 haben sich qualifiziert. Bei den Damen Südafrika.

Dafür hat sich mein Team in der Gesamtwertung der Gruppen hinter den Namibia u16 auf den 2. Platz knapp vor den Südafrika Damen gekämpft und somit einen Pokal und eine Goldmedallie als 1. der Damenteams ergattert. 

Ein Glück gab es den ganzen Tag über Massagen von professionellen Ladys für umsonst, sonst hätte ich die drei Spieltage, an denen wir 3-5 Spiele hatten, nicht so gut überstanden 😉 


Wir hatten sehr viel spaß und sind mit unserer Teamleistung sehr zufrieden. Ich habe viele neue nette Leute kennengelernt und neue Freundschaften geknüpft. 


Auch der ICF (internationale canoe federation) hatte Vertreter aus aller Welt geschickt und sie konnten sehen, wie weit Kanupolo in Afrika/Namibia schon verbreitet ist.

Die Teams aus Deutschland (Hannover) haben 8 neue, gespendete Lettmann Kanupolo Boote und Spritzdecken mitgebracht, die zu mir an dem Damm kommen, damit ich dort eine Nachwuchsmanschaft aufbauen kann. 

Die Übergabe der Boote haben wir am Ende vor dem Radio, Fernsehn und allen Anwesenden gemacht…..ich musste bestimmt 5 Liveinterviews für das Radio und eins für das Fernsehn geben. Für die Übergabe hatte ich extra organisiert, dass ein paar Kinder vom Paddeln bei mir aus Rehoboth kommen, sich die Spiele angucken und selber nochmal in ein Boot steigen können. Es war ein voller Erfolg. Die kids waren happy, die Veranstalter waren happy, ich war happy. Vielen Dank an die deutschen Teams dafür nochmal.

Besuch

Mitte März habe ich endlich malwieder Besuch aus der Heinat bekommen.
Erst waren zwei von meinen Freunden da. Mit einem Mietauto sind wir auf Tour in den Norden gegangen.

1. Station: Etosha Nationalpark. 

Dort haben wir neben Zebras, Giraffen und anderem Game auch Löwen gesehen. Mit dem Wetter hatten wir leider eher pech und unser Campingplatz stand unter Wasser.

2. Station: Ruacana Falls.

Direkt an der Grenze zu Angola kann man das Wasser in die Tiefe stürzen sehen. Übernachtet haben wir auf einem Campingplatz in der Nähe, wo aber ausdrücklich vor Krokodielen gewarnt wurde…..

3.Station: Epupa Falls:

Nach einer doch etwas länger als gedachten Fahrt mit 4 Stunden Schotterpiste hatten wir unser Ziel endlich erreicht und konnten den unglaublichen Ausblick genießen. Wenn man von oben auf die enttäuschend kleinen Fälle schaut fühlt man sich wie in einer anderen Welt….fast wie im Paradies. Dort oben im Norden ist die Heimat der Himbas. Das ist ein Naturfolg, die immernoch sehr traditionell in ihren selbstgebauten Lehmhütten wohnen.

4.Station: Otjere Farm

Zurück im Südlicherem Teil von Namibia wollte ich ihnen zeigen, wo und wie ich häufig meine Wochenenden und Ferien verbringe. 

5.Station: Naankusse

Auf dem Rückweg von der Farm richtung meiner Heimatstadt Rehoboth haben wir noch für ein paar Stunden bei einer Farm halt gemacht, wo sie kranke Tiere wieder aufpeppeln und ihnen ein neues Zuhause geben. So auch den Pavianen, mit denen wir gespielt haben.

6.Station Rehoboth.

Natürlich wollten sie sich noch mein neues Zuhause anschauen, bevor sie sich alleine weiter auf den Weg in den Süden machen. Ein bisschen Paddeln auf dem Damm durfte natürlich auch nicht fehlen.

Ich musste leider wieder arbeiten während sie weiter gereist sind.
Dafür hat mich mein Papa eine Woche später noch besucht und auch wir sind richtung Norden gefahren.

1. Station: Waterberg

Von einer schönen Lodge aus haben wir eine geführte Wanderung auf den Warerberg gemacht. Der Waterberg isg ein Tafelberg und ein Naturschutzgebiet, aufdem viele wilde Tiere leben. Unteranderem auch die big 5 von Namibia (Löwe, Nashorn, …… ).von oben hat man eine fabelhafte Aussicht.

Außerdem haben wir einen Rino-drive gemacht, bei dem wir sogar aus dem Auto geklettert sind und vorsichtig bis auf 20 Meter an die Giere ran gelaufen sind.  

2.Station: Ethosha Nationalpark